Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen. Wir möchten den Bahnhof Rehagen gemeinsam gestalten. Der Bahnhof soll ein offener und lebendiger Ort werden.
Wir möchten gemeinsam wohnen. Junge Menschen und alte Menschen sollen hier zusammen leben. Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung gehören dazu. Das nennt man Inklusion. Wir möchten Inklusion jeden Tag leben.
Yunis und Nadia
Nadia war mit ihrem Sohn Yunis auf einem Familien-Ausflug. Dabei haben die beiden den Bahnhof Rehagen entdeckt. Im Bahnhof gibt es ein Hotel in alten Schlaf-Wagen. In einem Schlaf-Wagen kann man im Zug schlafen.
Nadia fand den Bahnhof sofort toll: das Gebäude, die Stimmung und die schöne Natur rund herum.
Nadia möchte vor allem für ihren Sohn Yunis beim Projekt mitmachen. Aber sie freut sich auch selbst: Sie möchte wieder im Schlaf-Wagen übernachten.
Yunis ist ein großer Zug-Fan. Er fährt sehr gerne mit der Bahn. Yunis hat eine geistige Behinderung. Trotzdem kennt er alle Bahn-Strecken in Berlin. Und auch die Strecken der Regional-Züge in Brandenburg.
Yunis braucht Unterstützung. Trotzdem möchte er selbst bestimmen, wie er lebt. Und er möchte in einer Gemeinschaft leben.
Im Bahnhof Rehagen wird das möglich sein. Yunis hat ein Team, das ihn unterstützt. Zusammen mit seinem Team kann er dort selbst entscheiden: Wann möchte ich meine Ruhe haben? Und wie soll mein Alltag aussehen?
Malou und Rivalda
Malou möchte im Bahnhof Rehagen ein neues Zuhause finden. Sie möchte ein Teil von unserer Gemeinschaft werden.
Malou ist eine freiberufliche Künstlerin. Sie hat schon anderthalb Jahre in einer inklusiven Wohn-Gemeinschaft gelebt. Diese Zeit war für Malou sehr wichtig. Darum liegt ihr Inklusion am Herzen.
Menschen können verschiedene Dinge gut. Menschen brauchen verschiedene Dinge. Und Menschen leben auf verschiedene Arten. Malou findet: Alle diese Menschen sollen ganz selbstverständlich zusammen leben.
Als Künstlerin wünscht sich Malou auch Platz für Kreativität. Und Platz für Treffen und gemeinsame Aktivitäten.
Ein ganz wichtiger Teil von Malous Leben ist ihr Pferd Rivalda. Malou reitet. Sie träumt davon, Rivalda mit nach Rehagen zu bringen. Das geht nur, wenn das Grundstück und die Bedingungen dafür passen. Dann möchten Malou und Rivalda dort zusammen ein neues Zuhause finden.
Sarah und Silvo
Sarah und Silvo möchten selbst in den Bahnhof Rehagen ziehen.
Sarah hatte die erste Idee für das Wohn-Projekt. Inklusives und selbstbestimmtes Wohnen ist für Sarah schon lange wichtig. Ihre erwachsene Tochter Leola hat das Phelan-McDermid-Syndrom. Leola lebt heute in der inklusiven Super-8-WG in Berlin-Lichtenrade. Sarah hat diese Wohn-Gemeinschaft über viele Jahre gemeinsam mit anderen aufgebaut. Dabei hat Sarah viel Erfahrung gesammelt: mit inklusivem Wohnen, mit Assistenz und mit dem Persönlichen Budget.
Auch Silvo hat viel Erfahrung. Er arbeitet seit vielen Jahren mit Menschen mit Behinderung. Er arbeitet in einer Holz-Werkstatt.
Ihr Wissen und ihre Erfahrungen möchten Sarah und Silvo in den Bahnhof Rehagen einbringen.
Und wer kommt noch dazu?
Unsere Gruppe ist noch nicht vollständig. Wir suchen weitere Menschen, die Lust auf ein inklusives Projekt haben und die mit uns im Bahnhof wohnen möchten.
Wen suchen wir?
Menschen mit Behinderung.
Menschen ohne Behinderung.
Jüngere und ältere Menschen.
Menschen, die im Bahnhof wohnen möchten.
Menschen, die das Projekt mitgestalten möchten.
Menschen, die uns mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen helfen können.
Menschen, die das Projekt unterstützen möchten.
Wichtig ist uns: Du findest unsere Grund-Idee gut. Und du respektierst andere Menschen.